Sprachentwicklungsstörungen

Gesunde Kinder erlernen im Alter von 1 - 7 Jahren die Muttersprache, mit einem beachtlichen Tempo. Die Grammatik und die Artikulation sollen spätestens mit Schuleintritt fehlerfrei sein.
Von einer gestörten Sprachentwicklung spricht man, wenn der Erwerb von sprachlichen Äußerungen zu spät, zu langsam oder auch unvollständig erfolgt, so dass Probleme in der Kommunikation mit der Umwelt entstehen können.

Wie äußern sich Störungen in der Sprachentwicklung?
  - wenige Äußerungen im Vergleich mit Kindern gleichen Alters
  - eine undeutliche bis unverständliche Aussprache
  - Artikulationsfehler, d.h. bestimmte Laute werden ersetzt, ausgelassen oder fehlgebildet
  - unvollständige oder verdrehte Sätze
  - Wortfindungsprobleme
  - Probleme im Verstehen von Sprache

Ursachen:
  - Hörstörungen
  - Motorische Störungen, besonders im Bereich der Mundmotorik
  - Störungen im Gedächtnis für Reihenfolgen
  - Wahrnehmungsstörungen

Wie sieht die Behandlung aus?

Auch hier richtet sich die Behandlung nach der genauen Diagnostik, die unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten und der individuellen Entwicklung erfolgt. Häufig ist eine enge Zusammenarbeit mir anderen Berufsgruppen, wie z.B. Ergotherapie, Physiotherapie, Psychologen oder Heilpädagogen sinnvoll. In der Artikulationstherapie werden die fehlenden oder fehlgebildeten Laute angebahnt und über Wort und Satzebene soweit gefestigt, dass durch gezielte Übungen der korrekte Laut in die Spontansprache übernommen wird.

Sind Schwierigkeiten im Satzbau vorhanden, wird je nach Stand des Kindes von einfachen Sätzen aufbauend bis zu komplexen Satzstrukturen durch bestimmte Therapiemethoden der Einsatz dieser Satzmuster in die Alltagssprache erreicht. Das Sprachverständnis kann durch sprachlich begleitendes Handeln und anschließendes Durchsprechen des Geschehens verbessert werden.
  
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