Schluckstörungen

Definition: Störung der Nahrungsaufnahme, des Kauens bzw. des Schluckprozesses.

Man unterscheidet:

1.) Schluckstörungen im Kindesalter

aufgrund von:

  -Angeborenen Erkrankungen (z.B. Zerebralparese)
  - Langzeitbeatmung (z.B. bei Frühgeborenen)
  - Sondenernährung
  - Syndromen (z.B. Downsyndrom, Pierre-Robin-Sequenz, ...)
  - Funktionellen Einschränkungen, z.B. Zunge drückt
    gegen vordere Zähne
    (Überweisung durch Kieferorthopäden)

2.) Schluckstörungen im Erwachsenenalter

aufgrund von:  

Neurologischen Erkrankungen
  -(z.B. M.Parkinson, Schlaganfall, ...)
  -Verletzungen (z.B. Schädel-Hirn-Trauma)
  - Operationen/ Tumoren
  - Alter (sog. Presbphagie)

   Aufgrund der vielfältigen Ursachen ist es erforderlich,
   Schluckstörungen differenzialdiagnostisch genau zu befunden,
   damit die Behandlung möglichst den individuellen Gegebenheiten
   angepasst werden kann.

Dazu gehören z.B. Übungen zur Verbesserung der motorischen und sensiblen Funktionen von der am Schlucken beteiligten Gesichts- und Mundmuskulatur, Erarbeitungen eines physiologischen Schluckmusters bzw. den passenden Kompensationsstrategien, Anpassung der Nahrungskonsistenz an die jeweiligen Fähigkeiten, Beratung der Patienten und deren Angehörigen.

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