Apraxie

Unter Apraxie versteht man allgemein eine Störung der Bewegungsplanung und -ausführung bei intakten motorischen Fähigkeiten.
Häufigste Ursache ist der Schlaganfall, aber auch andere Gehirnerkrankungen können eine Apraxie verursachen.

Die Apraxien, die logopädisch behandelt werden, unterscheiden sich in:

1. Bukkofaziale Apraxie:
Eine Störung der willkürlichen Bewegungen, der Gesichtsmuskulatur. Patienten mit bukkofazialer Apraxie zeigen zwar spontane mimische Äußerungen, können aber z.B. auf Aufforderung nicht die Nase rümpfen oder die Zunge herausstrecken.
2. Sprechapraxie:
Diese bezieht sich auf die Lautbildung. Patienten mit einer Sprechapraxie wissen zwar, dass z.B. das Wort „Birne“ mit /b/ beginnt, können aber den Laut /b/ nicht ansteuern.

Bei dem Bild einer apraktischen Störung kommt es typischerweise zu Suchbewegungen, Fehlbewegungen, sogenannten „Inseln“ korrekter Bewegung, d.h. einmal werden Bewegungen und Laute gekonnt, im nächsten Augenblick vielleicht nicht mehr. Wörter sind oft lautlich entstellt bis hin zu unverständlichen Äußerungen.
Es zeigt sich häufig eine erhöhte Sprechanstrengung bei konkreten Anforderungen.

Wichtig: Automatisierte Funktionen, wie Husten, Räuspern und Atmung sind nicht betroffen.



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